Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

BNE = „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
Kurz und knapp formuliert, heißt das: Kinder lernen, wie sie heute und in Zukunft gut und verantwortungsvoll leben können und ihre Zukunft aktiv mitgestalten. Für sich selbst, für andere Menschen und für unsere Umwelt.

Dabei geht es zum Beispiel darum:

  • die Natur zu schützen (z. B. Müll vermeiden, Energie sparen)
  • fair miteinander umzugehen
  • bewusst einzukaufen und zu konsumieren
  • zu verstehen, wie unser Handeln die Welt beeinflusst

Was tut die Grundschule An der Bergkette im Bereich BNE?

An unserer Grundschule wird BNE kindgerecht vermittelt und fließt durchgehend in den Unterricht ein – etwa durch Projekte, Ausflüge, gemeinsames Forschen oder Gespräche im Unterricht. Eine Verbindung zu BNE findet sich in wirklich jedem Unterrichtsfach und -thema.

Über aktuelle Tätigkeiten im Bereich BNE können Sie sich hier informieren: https://www.taskcards.de/#/board/e43ac02c-8e0b-4bc2-8c02-c646b2c17a74/view

Darüber hinaus kann die Grundschule An der Bergkette seit einiger Zeit den Zusatz „Internationale Nachhaltigkeitsschule / Umweltschule in Europa“ führen. Hierfür arbeiten wir im BNE-Bereich intensiv an zwei Projekten:

  1. „Klassenrat und Schülerrat“ – Wege zur Partizipation

    Hier werden folgende Hauptziele verfolgt:

    1. Demokratisches Miteinander lernen, d.h. Verständnis für demokratische Prozesse entwickeln, Meinungsvielfalt akzeptieren und Konflikte fair lösen.
    2. Sozialkompetenzen stärken, d.h. Kommunikationsfähigkeit und Empathie fördern, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein ausbauen.
    3. Eigeninitiative und Mitgestaltung, d.h. Schülerinnen und Schüler befähigen, ihre Schule aktiv mitzugestalten, Identifikation mit der Gemeinschaft und dem Lernumfeld stärken.
    4. Langfristige Integration, d.h. Partizipationsstrukturen nachhaltig im Schulalltag verankern, Schülerinnen und Schüler als aktive Bürgerinnen fördern.

    Die Evaluation dieses Projektes zeigt, dass in allen vier Punkten wesentliche Fortschritte erzielt werden konnten. Zu diesen zählen:

    • Kinder akzeptieren Mehrheitsentscheidungen zunehmend
    • Wortmeldungen verlaufen strukturierter
    • Gesprächsregeln werden überwiegend eingehalten
    • in Konfliktsituationen wird häufiger zunächst der Klassenrat genutzt, bevor Lehrkräfte eingreifen müssen. Das deutet auf eine gestärkte demokratische Handlungskompetenz hin.
    • verbesserte Kommunikationsfähigkeit
    • Zunahme aktiven Zuhörens
    • mehr Perspektivenübernahme
    • Rückgang kleinerer Alltagskonflikte
    • Schülerrat brachte eigene Themen ein (z. B. (Wieder-)Einführung der Spielzeugausleihe, Schulhofgestaltung, Angebotswünsche für den Ganztag)
    • Beteiligung an schulischen Entscheidungen nahm sichtbar
    • Klassenrat ist fest im Stundenplan verankert
    • Schülerrat tagt regelmäßig

    2. „Gesundes Leben lernen“ – Stark für die Zukunft

    Dieses Projekt verfolgt folgende Ziele:

    1. Förderung eines gesunden Lebensstils: Kinder lernen die Grundlagen von Ernährung, Bewegung und mentaler Gesundheit.
    2. Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen: Kinder werden in ihrer Resilienz, Empathie und Problemlösefähigkeit gestärkt.
    3. Nachhaltiges Umweltbewusstsein entwickeln: Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen.
    4. Selbstständigkeit und Eigenverantwortung: Kinder lernen, eigenständig Entscheidungen zu treffen, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden fördern.
    5. Vernetzung mit Eltern und Gemeinde: Integration von Familien und lokalen Initiativen, um das Gelernte über die Schule hinaus zu festigen.

    Auch die Evaluation dieses Projektes zeigt eine deutlich positive Entwicklung in den Bereichen Bewegung sowie Gesundheit und Ernährung. Die Schülerinnen und Schüler nahmen regelmäßig und mit hoher Motivation an Bewegungsangeboten teil. Die regelmäßigen Bewegungspausen verbesserten nachweislich Konzentration, Ausdauer und Kooperationsfähigkeit. Auch außerhalb des Unterrichts wurde ein gesteigertes Bewegungsinteresse beobachtet.
    Im Bereich Gesundheit und Ernährung entwickelten die Kinder ein besseres Verständnis für ausgewogene Mahlzeiten und gesunde Lebensmittel. Viele Kinder berichteten von Veränderungen im eigenen Alltag. Insgesamt konnten die Projektziele nachhaltig und erfolgreich erreicht werden.
    Der Bereich der Mentalen Gesundheit wird perspektivisch mittelfristig zentral in den Blick genommen.